Zufriedenheit breitet sich in ihm aus. Wie eine Welle aus pulsierender Wärme durchfließt ihn die Erleichterung, endlich an seinem Ziel angelangt zu sein. „ Endlich habe ich sie gefunden, nun ist sie mein- all diese Jahre des Suchens - nun doch nicht vergebens“ ist seine tiefe Stimme zu vernehmen. Eine vergilbte Seite in den Händen haltend wendet sich Astaroth um und bereitet einen Teleportationszauber vor, der ihn zurück in seinen Tempel bringen wird - zurück zu seinen Priestern und Getreuen.

„ Mein Herr - habt ihr sie gefunden? Ist sie es, die Ihr in Händen haltet?“ fragt ein Hohenpriester dienstbeflissen und unterwürfig nachdem Astaroth sich in seinem Tempel manifestiert hat.
„ Es ist so weit, habt ihr alle Vorbereitungen getroffen um die Seite sicher zu verwahren?“ fragt Astaroth gebieterisch. Ihn beschleicht ein schlechtes Gefühl da er diese mächtige Seite zurücklassen muss, doch wenn sein Vorhaben gelingen soll, so muss diese Seite hier bleiben - im Hier und Jetzt.
Sie muss sein Anker sein, sein Bezugspunkt im Jetzt - er weiß es und fügt sich der Notwendigkeit.
„ Die Zerstörung der verhassten Stadt, die Auslöschung meiner Feinde… und die Festigung meiner Macht…alles nur noch einige Formeln weit entfernt….“
Geht es ihm durch den Kopf als er den Beschwörungsraum betritt, gefolgt von seinen Kampfpriestern die die Seite nach seiner Abreise sicher verwahren sollen.
„IN PORT SU TEMPUS ORT RAL NAX“ intoniert Astaroth mit anfangs kräftiger und lauter Stimme, wobei er immer leiser und leiser wird, je weiter er die Formel von der Seite abliest. „ Es ist also wahr, er hat die verlorene Seite des Buches Rangox gefunden“, “Er wird wirklich in die Zeit zurückreisen“ sind einige leise und ehrfürchtig geflüsterte Sätze zu vernehmen.
Um Astaroth scheint sich eine dunkle Wolke zu sammeln je weiter er liest, die Temperatur sinkt spürbar im Raum, als auf einmal ein Laut ertönt als würde Luft aus einer verschlossenen Kammer entweichen.
Die Dunkelheit wird einem Trichter gleich in einen Punkt eingesogen, wo bis vor wenigen Augenblicken noch Asratoh stand.
„ Es ist vollbracht, unser Herr ist in die Vergangenheit gereist um zu richten, was nicht sein soll. Ihr kennt eure Aufgabe, bewacht die Seite!“
gebietet der Hohenpriester als er sich abwendet und den Raum verlässt.
„Wie es unserem Herrn wohl ergeht“ fragt er sich, als er die Stufen empor steigt…
Vögel flogen über das sonnige Motandria und erfreuten mit ihrem Gesang die Menschen.
Legendäre Krieger und Magier, Gewöhnliche und Kaufleute tummelten sich auf den Plätzen dieser Stadt und gingen ihrem Tagwerk nach. Einige ältere Bewohner saßen bei den Portalen und spielten „Drachen und Jungfrauen“ ( eine Abwandlung des Schachspiels ) und tranken ein wenig Ale.
Einer der Alten bemerkte ein Flimmern in der Luft in der Nähe der Portalsteine und mache seine Freunde darauf aufmerksam.

„ Ach, da hat sich der Wind verfangen und eine Verwirbelung hervorgerufen“ sagte eine der Spieler. „ Und nun konzentrier dich, du bist am Zug“.
Plötzlich stand eine hoch gewachsene Gestalt an der Stelle wo noch eben der Luftwirbel war. Eine Aura von Macht umgab ihn als er sich kurz zu orientieren schien und dann mit einem lauten, grausamen Lachen auf den Lippen vorwärts bewegte.
„ Brennen sollt ihr!!! Ich bin gekommen um zu richten was das Schicksal mir verwährt hat „ dröhnte seine grausame Stimme durch die gesamte Stadt.
Einige Krieger und Magier bereiteten sich auf einen Kampf vor. Lächerlich. Diese Vorbereitungen waren lächerlich angesichts der Macht des Astaroth.
Er schleuderte Feuerbälle auf die Marktstände als ihn die ersten Legendären Krieger angriffen....

......Ich sehe sie auf mich zu rennen, ihren Gesichtsausdruck der die Wut wieder spiegelt. Die Waffen zum Schlag erhoben, die Schilde nach vorne gerichtet Stürmen sie auf mich zu. So langsam, so nutzlos. Metall gegen mich - Astaroth.
Ich werde ihnen eine Lektion erteilen die sie niemals vergessen werden.
Formend greife ich in den Machtstrom und erschaffe eine weitere Kugel aus purer Energie die ich den Kriegern entgegenschleudere.
Es ist eine wahre Pracht anzusehen wie sich ihre Gesichter in Sekunden von Wut zu Schmerz verziehen, wie sie sich in Agonie des Leidens auf dem Boden winden, vergeblich versuchend, die glühenden Rüstungsteile von ihrem verbrannten Fleisch zu befreien.
Einige schaffen es, sich den glühenden Helm mit einem schmatzenden Geräusch vom Kopf zu ziehen.
Ich lache ob dieser Einfältigkeit - als ob ihnen das jetzt noch helfen würde....

Langsam verstummen die gequälten Schreie der Krieger als sich die Rüstungsteile durch das Fleisch schmelzen und so dem Leben ein Ende bereiten.

Ich sehe die versammelten Magier Motandrias, wie sie ihre Kräfte für einen magischen Gegenschlag bündeln.
Darauf habe ich gewartet und greife meinerseits in den Machtstrom ein den die
Magier schon beinahe in Form gebracht haben und löse die gesammelte Energie auf einmal aus.
Das Ergebnis ist schauderhaft schön, es ist nichts zu sehen, nur ein leises Zischen ist zu hören, als ich die Energie frei setze. Wäre der Tod persönlich mit seiner Sense durch die Menge gefahren hätte die Wirkung nicht grausamer sein können. Von der schieren Energie ihrer gebündelten Kraft getroffen zerreißt es die Magier wie in einer Explosion und ihre Körper liegen zerschunden und blutig überall herum.

Zerstörung ...ich werde alles und jeden zerstören der mir über den Weg läuft. Neue Energie sammelt sich an meinen Händen.....
Astaroth setzt sein Zerstörungswerk fort, während er durch Motandria schreitet.
Kein Gebäude wird nicht zerstört, kein Leben verschont.
Einen Tag und eine Nacht dauert das Grauen an - danach liegt die einst so schöne und stolze Stadt in Trümmern und nur noch die Geister der Verstorbenen
durchwandern die Ruinen und brennenden Trümmer.



Gleichzeitig in unserer Zeit ....
Ein schreckliches Gefühl überkommt mich, etwas Grauenvolles ist geschehen das das Gefüge der Zeit erschüttert. Vorsichtig dehne ich meine Sinne aus, berühre die anderen Sphären und versuche den Ursprung dieser Erschütterung zu finden.
Mir wird schwindelig als ich den Ursprung finde und das gesamte Ausmaß des Grauens erblicken muss.
Eilends suche ich einige Zutaten zusammen, die ich für eine magische Reise benötige. Noch den Ort des Grauens in meiner Sphäre berührend trete ich die Reise an und befinde mich ein wenig später in der vergangenen Stadt Motandria.

Die Geister irren leidend durch die Stadt.
In der Ferne ist Astaroth zu sehen, wie er seinen Tempel in mitten der Stadt errichtet und seine Verbündeten durch ein Portal zu sich holt.
Ich bin sehr stark in der Magie so wie alle Mitglieder des Bundes der Weisen, aber gegen Astaroth selbst mag ich nichts aus zu richten.
Einige Wesenheiten der jüngst getöteten sind noch nicht ganz von dieser Welt gegangen, allerdings kann ich hier und jetzt nichts für sie tun.... Außer .... ich versuche mich an den Transportzauber zu erinnern der es mir ermöglichen sollte, die Wesenheiten an mich zu binden und so mit in unsere Zeit zu nehmen.
Nach einigen fehlgeschlagenen Versuchen gelingt es mir, die Geister an mich zu binden und ich beeile mich um aus dieser Zeit zurück in meine zu kommen.

Astaroth ist dort zu mächtig, aber noch gebe ich nicht auf.
Durch die Zeitreise haben sich die Wesenheiten der Verstorbenen verändert. Einst nur durchsichtige und machtlose Erscheinungen sind diese nun in der Lage, stoffliche Dinge zu berühren und zu beeinflussen.
Tagelang wälzten die Magier vom Bund der Weisen alte Grimoire und suchten nach Stärkungszaubern die es den Wesenheiten ermöglichen würde die Seite des Buches Rangox wieder zu beschaffen - denn das sollte das oberste Ziel sein, um Astarots Macht zu zerstören.
Nachdem alle magischen Vorbereitungen getroffen waren, begab sich der Vertreter des Bundes der Weisen zu den erretteten Wesenheiten und sprach mit ihnen das weitere Vorgehen ab.
Durch die Macht und die Zauber des Bundes der Weisen gestärkt, sollten die Wesenheiten die verlorene Seite aus dem Priestertempel des Astarohts bergen und den rechtmäßigen Besitzern übergeben.
Von Mut erfüllt und von Rachegelüsten angetrieben begaben sich die Wesenheiten in den alten Priestertempel und richteten ein wahres Blutbad an.
Die Kampfrufe der Priester schallten durch den Tempel als sie des Feindes ansichtig wurden und eilig versuchten sie eine Verteidigung zu ersinnen.

Doch alles half nichts ... mit eisernem Griff drangen die Rächer ein und es starben gar viele.
Jene die nicht unter den Zaubern der magiebegabten starben wurden durch den Stahl der Krieger getötet.

Das Kreischen der Klingen die durch Fleisch und Knochen hieben, das zischen von verbranntem Fleisch und die Schmerzenschreie der Gefällten wurden nur von einem übertönt.... dem Zornschreien Astaroth´s.
Bevor dieser sich jedoch vollends in die Schlacht und somit den Eindringlingen entgegen werfen konnte, hatte die tapfere Schar bereits den Aufbewahrungsort der Seite erreicht und an sich genommen.
Als Astaroth die Seite in den Händen der Feinde sah pulsierte die Wut um ihn herum, und es schien, als würde er von innen heraus leuchten.

Mit einem Kampfschrei stürzte er auf die Rächer zu und warf einen Feuerball auf die Gruppe um ihnen einen warmen Empfang zu bereiten.
Zu seinem Entsetzen jedoch wurde das Geschoss von den Magiern der Gruppe abgelenkt und es verdampfte an der Wand ohne Schaden anzurichten. Überrascht hielt Astaroth einen Moment in seiner Vorwärtsbewegung inne und wunderte sich ob der Kraft dieser Magier als die Gruppe diesen Fehler ausnutzte und sich zornig wie ein Wesen auf ihn stürzte.
Äxte hieben das Fleisch von seinen Knochen, Streithämmer zertrümmerten die Knochen in seinem Leibe und die Magier ließen jedwede Flüssigkeit in seinem fleischlichen Körper verpuffen. Ein letzter geballter Angriff ging auf seinen Kopf hernieder, der ihn aus dem fleischlichen Leben reißen sollte als er glaubte, eine kleine Gruppe von hell leuchtenden Menschen zu sehen, die hoch über seinem Tempel in der Luft zu stehen schienen.

"Das kann nicht sein, nicht der Bund der Weisen ..." waren seine letzten Gedanken als er vollends zerrissen wurde und verging ... nur ein leichtes Wehklagen, ein Jammern war im Moment von Astaroth´s Tod zu vernehmen.

Dermaßen erfolgreich begab sich die Gruppe mit der Seite zurück zum Magier vom Bund der Weisen.
Als sie ihm die Seite überreichten lächelte dieser glücklich und zufrieden und nahm sich einen Priester - Bertholdt war sein Name - zur Seite und sprach einige Worte mit ihm. Dieser nickte eifrig und erfreut und kurz darauf wurde
die Gruppe zu einem geheiligten Ort geführt, an dem die Mächte des Guten besonders stark sind.
In einer aufwendigen und Ehrfurcht gebietenden Zeremonie gelang es dem Priester Bertholdt die Wesenheiten wieder zu vollem Leben zu erwecken. Sie verloren ihre durch den Bund der Weisen gestärkte Macht. Jedoch erhielten sie ihr altes Leben mit all ihren Stärken und Schwächen zurück.

Die Freude war groß bei den Erretteten und ihr Dank kannte keine Grenzen. Doch etwas trübte ihre Freude ...
…wohin sollten sie gehen ... wo leben und ihren Familien ein Heim geben .... da doch Motandria in ihrer alten Pracht vollends zerstört wurde. Der Bund der Weisen jedoch erkannte das Übel dieser Lage und vermachte dem Volke Motois ein unermessliches Geschenk...

ein Geschenk von solcher Macht, das die Völker nie wieder einen Angriff auf ihre Stadt befürchten müssen ...

Der Bund der Weisen überreichte feierlich und mit großem Ernst die von Fluten umgebene Stadt Rialon, die Stadt der Weisen.

Änderungen und Bugfixes

  • May 8, 2019 | 12:42

    Es gibt 7 Hundehalsbänder:Halsband der Stärke (Erhöht die Stärke des Hundes um 15)Halsband der Geschicklichkeit (Erhöht Ausdauer und Geschicklichkeit des[…]

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  • April 4, 2019 | 17:27

    Der Quallerdungeon wurde wieder um ein Stück erweitert.

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